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Porsche-Diesel Junior 108 S

Absolut seltene Schmalspurversion der ersten Baureihe aus Baujahr 1958 mit Heckkraftheber!

Er befindet sich seit Anfang September bei uns in Restauration und wird für unsere eigene Ausstellung komplett Neu aufgebaut!

Die Arbeiten sind zwischenzeitlich abgeschlossen und der Traktor kann nach Terminabsprache gerne besichtigt werden. Ein Verkauf dieses seltenen Traktors ist durchaus auch möglich, einfach mal anfragen, bitte.

 

Schon 1956/57 wurde bei der damaligen Firma Allgaier der Versuch unternommen, mit vier orange farbenen, sogenannten Prototypen des damaligen 11 PS starken A 111 in Schmalspurausführung, bei den Obst und Weinbauern Eindruck zu gewinnen! Dies wurde dann allerdings durch den Einstieg und die spätere Übernahme von Mannesmann mit der Firma PORSCHE DIESEL erst einmal wieder auf Eis gelegt! Anfangs 1958 startete man dann erneut den Versuch, den jetzt in der Produktion befindlichen Junior 108 der ersten Serie (runde Vorderachse) in einer sehr schmalen Version, insbesondere für die Apfelbauern am Bodensee, anzubieten! Es dürften wohl keine fünfzig Fahrzeuge dieses schmalen Modells gewesen sein, die es bis zum Modellwechsel des Junior Ende 1959 geschafft haben aus den heiligen Hallen in Manzell zu fahren! Ab diesem Datum verließen dann noch einmal etwa 330 bis 350 Stück des Junior 108 S mit der bergischen Vorderachse das Werk, bis dann aufgrund mangelnder Nachfrage, die vor Allem durch den hohen Verkaufspreis von damals nahezu 8.000,00 DM begründet lag, die Produktion Mitte 1961 eingestellt wurde! Unser hier gezeigtes und überaus seltene Fahrzeug konnten wir durch Zufall bei einem alten Winzer im Elsass ausfindig machen und seit September 2015 sind wir dabei, den kleinen Stinker nach unseren hohen Maßstäben zu restaurieren, um ihn für immer der Nachwelt zu erhalten und in unserem Rotnasenland auszustellen.

Mit den herzlichsten Grüßen............



 

Wir schreiben heute den 14. September 2015 und pünklich am Morgen um acht Uhr beginnen wir mit dem Zerlegen des kompletten kleinen roten Traktors vom Modell Junior 108 S aus dem seltenen Baujahr 1958! Und wenn ich hier von Zerlegen schreibe, dann meine ich auch zerlegen. Und zwar wie immer, bis zur letzten Schraube! Viele glauben mir das nicht, wenn Sie mit mir telefonieren. Und viele Leute können sich auch nicht vorstellen, dass wir das ganze riesige Puzzle jemals wieder zusammen bekommen, wenn dann mal alle gefühlten zweitausend Teile und Schrauben vor uns in Kisten und Kartons liegen. Aber spätestens wenn Sie uns dann mal besucht haben (bitte immer nur mit telefonischer Anmeldung) und sich mit eigenen Augen überzeugen konnten, dann wissen eigentlich alle, dass es besser wohl kaum geht. Wir machen das gerne und aus voller Überzeugung und auch mit sehr viel Herzblut. Ich glaube, wenn das nicht so wäre, würde es bei uns auch nicht funktionieren, so wie es funktioniert! Nun, nach fünf vollen Arbeitstagen war der kleine Stinker auseinander und in sämtliche seiner Einzelteile zerlegt in unseren Sprinter gepackt und auf dem Weg ins Entlackungszentrum unterwegs! Solch eine Säuberungsaktion dauert für uns als Stamm und Dauerkunden in der Regel etwa zwei bis drei Wochen, kostet beim Junior um die zwölfhundert Euro und man bekommt alle Teile absolut sauber und in jungfräulichem Zustand zurück! Was auch sehr wichtig ist, meiner Meinung nach, ist die Tatsache, dass uns dort noch Niemals auch nur ein einziges Teil verloren ging! Und sind wir doch mal ehrlich. Wollen Sie sich bei dem Preis vier Wochen hinstellen und den ganzen Trecker von Hand sauber kratzen? Jeder, der auch nur ansatzweise mal versucht hat, so etwas zu machen, weiß von was ich rede. Die Kosten für Strom, Schrubbscheiben und sonstige Hilfsmittel mal gar nicht berücksichtigt.

Während die Teile unserer kleinen Stinknase nun im Laugenbad lagen, haben wir uns daran gemacht, solche Sachen wie Lenkgetriebe Überholung, Kurbelwelle schleifen, Zylinder honen, Felgen Pulver beschichten, neue Reifen aufziehen, und dergleichen in die Hand zu nehmen. Anfang Oktober waren die Teile gereinigt zurück und wir konnten mit dem Zusammenbau des Getriebe den ersten Schritt in Richtung Neuentstehung eines Porsche Junior erledigen. Hier gab es jedoch die ersten größeren Probleme mit dehnen wir nicht gerechnet hatten. Die Differenzialwelle hatte Karies und auch die rechte Antriebswelle war jetzt leider nicht mehr in einem Zustand, das man sie im Rotnasenland noch einmal verwenden würde. Also erst mal ans Telefon gehängt und Jemanden gefunden, der solche Zahnwellen nachfertigen kann. Es dauerte nicht all zu lange, da durfte ich meine beiden angefressenen Wellen zu einer kleinen Firma ganz in unserer Nähe bringen und für knapp 400,- Euro das Stück hat man mir dort alles in einmal Neu nachgefertigt. Schön, dass es solche Menschen noch gibt! Menschen nämlich, die nicht nur sprechen und versprechen.... sondern das dann auch tun! Danke Herr Enkler!

So etwa um den 10. Oktober muss es gewesen sein. Da hatten wir den Motorblock vom Motoreninstandsetzer zurück und konnten ihn mitsamt der frisch geschliffenen und neu gelagerten Kurbelwelle inkl. Nockenwelle an das inzwischen komplettierte Getriebe anflanschen und zusammen setzen. Logisch, haben wir auch den Kupplungsautomaten incl. Ausrücklager und Kupplungsscheibe erneuert. Haben Sie etwa etwas Anderes erwartet? Im Leben nicht. Sollen wir etwa an der Qualität unserer Arbeit sparen, für die wir in der ganzen Szene inzwischen weit über die Grenzen bekannt sind? Nein, das wollen wir sicher nicht. Und deshalb dürfen wir auch nicht am Geld bzw. am falschen Fleck sparen. Unsere Porsche Traktoren werden seit über fünfzig Jahren nicht mehr gebaut und jeder Einzelne ist ein unwiederbringliches und seltenes Andenken an unsere Väter und Großväter, das wir unbedingt für unsere Kinder und Enkel erhalten müssen! Da kann, darf und will ich auch nicht, an dem verdammten Sch... Geld sparen müssen. Wenn es wirklich mal alle sein sollte, dann höre ich lieber auf, als dass ich zu Lasten der Qualität meiner Arbeit an diesen herrlichen Fahrzeugen, am falschen Fleck sparen werde! Danke, aber das musste auch mal gesagt werden. Inzwischen ist übrigens Weihnachten 2015! Der kleine Stinker ist komplett lackiert und zu siebzig Prozent zusammen gebaut. Der neue Kabelbaum (übrigens über uns Modell spezifisch zu bestellen) ist eingezogen, alle Öle eingefüllt und der Probelauf von Motor und Getriebe mit Bravour bestanden. Jetzt ist erst mal Pause, Anfang Januar ziehen wir dann erst Mal mit der ganzen Werkstatt um in größere Räume und wenn alles gut klappt, schrauben wir Mitte bis Ende Januar weiter an ihm zusammen! Danke für Ihre Aufmerksamkeit, einen schönen Tag gewünscht und bleiben Sie mir gesund.

Dritter und letzter Akt zum Thema Schmalspur Junior Restauration: Es ist Mitte Februar und wir sprechen von FERTIG! Auch dieser kleine Stnker hat es mal wieder geschafft! Er hat es geschafft, für immer der Nachwelt erhalten zu bleiben. Das die Hinterachse nicht ganz dicht geworden ist und wir mal wieder das übliche Lichtmaschinenproblem haben.... Das nehmen wir jetzt mal sportlich und der aufmerksame Leser sieht, dass es auch bei uns nicht alles rot ist, was da glänzt. Wir haben auch unsere Problemchen und Sorgen mit unseren Buben. Aber wie immer, werden wir auch diese Kuh vom Eis bekommen. Danke für Ihre Aufmerksamkeit und Danke, dass auch Sie, immer mal wieder unsere tolle Homepage besuchen.