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Porsche-Diesel Super 308 N

 

ACHTUNG UPDATE! Es handelt sich hier um einen Super N 308 aus dem nahegelegenen Elsaß mit korrekten Papieren in gutem Zustand! Der Traktor ist hinten mit den gesuchten Verstellfelgen und neuwertiger 34 Zoll Bereifung ausgestattet. Vorne hat man ihm die großen und äußerst seltenen 6 Loch / 20 Zoll Felgen montiert. Wir haben uns am 10. Mai dazu entschlossen, den Traktor in die Werkstatt zu holen und alles zu reparieren, was notwendig war, um dem interessierten Kunden, ein technisch einwandfreies und zuverlässiges Fahrzeug anbieten zu können! Er ist inzwischen komplett und ohne Fehlteile, könnte theoretisch auch so wie er ist, einfach wieder weiter arbeiten! Dies liegt aber im Auge des Betrachters und muss vom zukünftigen Besitzer individuell entschieden werden. Der 38 PS starke Super N 308 aus dem Baujahr Mai 1960 verfügt außerdem über eine Front und Heckzapfwelle, eine Beifahrer Sitzbank, einen abnehmbaren Überroll Schutzbügel und weitere Kleinigkeiten. Wir sind jetzt seit knapp zwei Wochen dran und haben zwischenzeitlich folgende Arbeiten durchgeführt: Handbremse gereinigt, entfettet und mit neuem Belag versehen. Beide Wellendichtringe der beiden Heckzapfwellen getauscht und neu abgedichtet. Den gesamten Kabelbaum gegen einen Neuen original Kabelbaum ausgetauscht und alles wieder korrekt verkabelt und angeschlossen. Alle vier Felgen wurden frisch Pulver beschichtet und mit neuen Reifen versehen. Fußbremse gereinigt, neue Beläge aufgenietet und korrekt eingestellt. Die gesamte Lenkung restauriert, was bedeutet: zwei neue Kreuzgelenke eingebaut, Lenkgetriebe zerlegt, gereinigt, eingestellt, neues Fett rein und alles wieder zusammen gebaut. Natürlich nicht, ohne die obere Lenkbuchse im Cockpit abzunehmen und eine neue Messing Buchse drehen lassen. Allein das kostet uns inzwischen fast 350,- Euro in der Dreherei. Das Cockpit war völlig verbastelt, wir haben es gegen ein ordentliches, Gebrauchtteil getauscht. Ebenfalls ein Gebrauchtes, aber sehr gutes Lenkrad mit Lenkhilfe wurde montiert. Sämtliche defekten Armaturen und Instrumente wurden gegen Neu oder gute Gebrauchtteile getauscht. Vordere Blinker wurden montiert und dafür eigene Halter angefertigt. Die zwar wunderschönen, aber auch äußerst unpassenden verchromten Lampen einer 2 CV Ente wurden gegen neue original Frontscheinwerfer getauscht. Hinten das gleiche Spiel, Austausch der Rückleuchten, Steckdose und Verkabelung gegen originale Neuteile. Diverse Hebel, Schaltknäufe und sonstige Kleinigkeiten noch gar nicht erwähnt, weil ich nicht alles im Kopf habe und wir auch momentan noch nicht ganz fertig sind. Noch ist nämlich die Vorderachse in der Dreherei, um vier neue Achsschenkelbuchsen anzufertigen. Da fällt mir ein, zwei neue Spurstangenköpfe liegen auch noch auf der Werkbank und warten auf Ihren Einbau. Ebenso die Konsole des Fahrersitzes. Wer sich auskennt weiß, dass die Dinger eigentlich immer, und zwar wirklich immer, vollkommen ausgeleiert sind und dann zur Großbaustelle werden, vor der sich alle vermeintliche Spezialisten fürchten. Im Rotnasenland ist das Tagesgeschäft und wurde selbstverständlich erledigt. Wir haben auch einen fabrikneuen Auspuff montiert und eine originale Porsche Auftrittstufe angebracht. Alle Oele wurden samt Filter ausgetauscht und erneuert. Das Getriebe war gut und blieb unberührt. ( von wegen, dazu aber am Ende des Textes mehr) Am Motor haben wir nach gründlicher Reinigung einige Einstellarbeiten (Einspritzpumpen) und vor Allem auch Abdichtsachen erledigt, der ist jetzt auch wieder top fit. Fehlt am Ende dann nur noch frische Farbe........ Aber genau das lassen wir dann mal gefälligst sein. Wir möchten ihm soviel "Patina" erhalten, wie möglich ist! Der Traktor war weder durchgerostet, noch war er großartig verballert oder verbeult, als er zu uns kam. Und so was muss man heutzutage erst mal finden. Es geht gar nicht darum, ob Sie es kaufen können, oder bezahlen können. Sie müssen erst mal einen finden, mit diesen Voraussetzungen. Und dann geht es weiter. Kann man den denn überhaupt kaufen? Und zu welchem Preis? Und auf was lasse ich mich da überhaupt ein? Werde ich denn überhaupt mit all den Tücken und Problemen fertig, vor die mich diese riesige Herausforderung stellen wird? Glauben Sie mir bitte, lieber Leser: Nach inzwischen über zehn Jahren Rotnasenland und weit über siebzig Voll Restaurierungen von diversen Porsche Traktoren sämtlicher Modelle, sollte ich schon wissen, von was ich hier schreibe. Ja, Sie haben Recht. Billig sind wir hier nicht im Rotnasenland. Das gebe ich offen und ehrlich auch zu. Aber halten Sie mal so einen Laden am Laufen mit vier Mitarbeitern, die alle das auch gelernt haben, was sie hier machen. Und dann noch dieser nette Geier, den ich ständig auf der Schulter sitzen habe und der mir von Allem mal direkt fast die Hälfte wegfrisst, was Sie, lieber Kunde mir da lassen. Klar, sind wir trotzdem erfolgreich. Offenbar sind wir ja auch in gewisser Weise gut mit dem, was wir tun. So soll es ja auch sein und nur weil es uns Spaß macht, arbeiten wir jetzt dann doch nicht. Denn zum Verschenken haben auch wir, leider schon lange Nix mehr. Sorry, aber das musste jetzt auch mal gesagt sein. Der Preis für den fetten und bärenstarken Dreizylinder wird übrigens irgendwo zwischen Achtzehn und Zwanzig Tausend Euro liegen, wenn er dann bald mal fertig sein wird. Logisch, dann auch mit korrekten deutschen Papieren und einer ganz frischen TÜV Abnahme. Ja, auch aktuelle Bilder werden noch folgen. Momentan steht er aber noch ohne Vorderachse in der Werkstatt, das macht sich dann doch nicht so gut auf den Bildern.

Update zum 15. Juli 2019!  Am vergangenen Montag war der Traktor dann soweit, das wir ihn zur ersten großen Probefahrt ausführen konnten. Die ging genau bis zum Ortsausgangsschild und endete apprupt mit einem leisen Knallgeräusch! Peng, Stop, Aus und Ende! Das Getriebe war fest und es ließ sich außer dem Rückwärtsgang kein weiterer Gang mehr einlegen! Na toll, Ausflug beendet, noch bevor er angefangen hatte. Sie sehen, auch uns passiert so etwas ab und an. Immer sehr ärgerlich, aber hilft ja Nix. Wir also im Rückwärtsgang zurück in die Werkstett und zuerst mal alle Möglichkeiten abgecheckt, die mit kleinem Aufwand zum Erfolg geführt hätten. Pustekuchen, einfach kann ja Jeder. Wr hatten mal wieder, wie soll es auch Anders sein? Ar...karte hoch siebzehn. Das große Ausgangslager der unteren Heckzapfwelle hatte gefressen und sich in seine Bestandteile zerlegt!! Ich muss jetzt nicht extra erwähnen, das dies der Supergau ist, oder? Alles zerlegen, was in und an solch einem Getriebe dran ist. Herzlichen Glückwunsch! Der Mist hat uns ganze acht Arbeitstage gekostet, um mal eben schnell ein neues Lager einzubauen. Na ja, wenn das man immer so einfach wäre, wie ich es hier im Nachhinein aufschreibe. Wir haben auf jeden Fall die Gelegenhet genutzt und wieder einmal alle Lager, Wellendichtringe, Simmerringe, Nadellager, O Ringe und sonstige Mitbewohner in diesem großen Getriebegehäuse zu erneuern und auszutauschen. Und wenn ich immer diese Spezialisten höre, die dann sagen: Es war doch gar nicht kaputt, warum hätte man das denn erneuern sollen? Soll ich etwa in einem halben Jahr noch einmal anfangen, das Mistvieh zu zerlegen? Mit Sicherheit nicht! In diesem Sinne: Schönen Tag wünsch ich Euch Allen da draußen und Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Bei Interesse rufen Sie uns gerne an

Ihr Rotnasen-Team